Treppen und Rampen an einem roten Backsteingebäude, mit gestreiften Kanten, Pflanzen und Handläufen.

Dank unseres Förderprogramms „Umbau inklusive“ wird die evangelische Grundschule Erfurt barrierefreier – und ermöglicht zwei Schülerinnen überhaupt erst den Schulstart. Von umgebauten Sanitäranlagen bis zu sicheren Treppen: Die Maßnahmen sind ein Gewinn für die gesamte Schulgemeinschaft.

Förderung, die Schule für alle möglich macht

Das macht für viele der knapp 300 Schüler*innen einen Unterschied: Die evangelische Grundschule Erfurt konnte endlich einen notwendigen Umbau im Sanitärbereich dank unseres Programms „Umbau inklusive“ durchführen. Für zwei Schülerinnen war der Umbau sogar entscheidend – denn nur dank der Sanierung konnten sie eingeschult werden. Mit dem Programm fördern wir besonders dringliche, aber auch innovative Vorhaben zum Abbau von Barrieren an Schulen in evangelischer Trägerschaft mit bis zu 14.500 Euro je Antrag.

Was konkret verändert wurde

Medizinischer Untersuchungstisch mit Einwegtuch in gefliestem Raum; Hygieneartikel, Mülleimer, Duschschlauch.

Dank zweier hydraulischer Liegen können nun alle Kinder beschult werden.

An der Grundschule lernen über 20 Kinder mit Wahrnehmungsbeeinträchtigungen, körperlich-motorischen, sozial-emotionalen sowie geistigen Entwicklungsherausforderungen. Jedes Jahr im Herbst lernt Schulleiterin Katharina Steeger-Freitag mit Ihrem Kollegium im Rahmen ihrer Vorschule die Schüler*innen kennen, die im Sommer darauf bei ihnen eingeschult werden. Unter ihnen befanden sich im Jahr 2024 auch Schüler*innen mit starken Sehschädigungen und körperlich-motorischen Einschränkungen. „Zwei Schülerinnen konnten unsere Schule im kommenden Jahr nur dann besuchen, wenn für sie entsprechende Veränderungen im Sanitärbereich vorgenommen werden“, erklärt Schulleiterin Katharina Steeger-Freitag.

Sanitärumbau mit Signalwirkung

Gesagt, getan. In zwei Sanitärraumen mussten höhenverstellbare Wickelmöglichkeiten eingebaut werden. Dafür schaffte die Schule mit unserer Förderung zwei hydraulisch höhenverstellbare Liegen an. Zusätzlich verbreiterte die Grundschule eine Toilettentür im WC-Bereich, um einem Kind mit Rollator einen Zugang zu ermöglichen.

Sichere Wege auf dem Schulhof

Das Schulgebäude ist bereits durchgängig mit Sichtstreifen an den Treppenstufen ausgestattet. Im Außenbereich gibt es jedoch ein Auditorium mit mittig angelegten Sitzstufen. Rechts und links davon führen Treppen ohne Handläufe vom Schulhof entlang – eine Unfallgefahr für seh- und körperlich-motorisch beeinträchtigte Kinder. Abhilfe schafften hier wetterbeständige Sichtstreifen auf den Treppen und Sitzstufen sowie die Nachrüstung von Handläufen.

Gewinn für die Schulgemeinschaft

Einem inklusiven Grundverständnis entsprechen: Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft profitieren von einer Reduzierung der Unfallgefahr und dem Ausbau der Sanitäranlagen. Einerseits durch bauliche Veränderungen oder die Ergänzung von Hilfsmitteln. Anderseits, und das vorrangig, weil nun alle Mitglieder der Schulgemeinschaft an allen Situationen und an allen Orten der Schule und des Schullebens teilhaben können. Ohne Einschränkungen, ohne Gefahren. Katharina Steeger-Freitag: „Unser Ziel ist es auch weiterhin, Barrieren an unserer Schule abzubauen und Teilhabemöglichkeiten für alle Kinder auszubauen“.

 

https://www.evangelische-grundschule-erfurt.de/

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