24 evangelische Schulen, ein Ziel: den FREI DAY zum Leben erwecken. Zur Halbzeit unseres Programms zeigt sich, wie aus Visionen konkrete Projekte werden – mit Kurzfilmen, Buddy-Netzwerken und starken Partnern vor Ort.
Eine Auftaktveranstaltung und verschiedene digitale Werkräume zu inhaltlichen Themen und „Best Practices“ griffen den teilnehmenden Schulen unter die Arme. Zusätzliche Präsenzveranstaltungen für Hospitationen oder Netzwerktreffen brachten die Schulen einander näher und auf einen gemeinsamen Kurs: Innerhalb eines Jahres erfolgreich einen FREI DAY an ihren Schulen zu etablieren. Mit allem, was dazu gehört: Planung und Einführung, Vorbereitung eines Pilotversuchs und schließlich den Kickoff. Nach der ersten Halbzeit fragen wir nach: Was hat die teilnehmenden Schulen beschäftigt? Was haben Sie bisher erreicht?
Vision & Motivation: ein Kurzfilm entsteht
Wie begeistern Schulen ihre Schüler*innen für den FREI DAY-Kickoff? Jeder Schulentwicklungsprozess lebt von den Menschen, die ihn tragen. Gerade bei der Einführung eines FREI DAYS ist es wichtig, dass die Schulen sich ihren persönlichen Beweggründen dafür bewusst werden. Was begeistert sie an dieser Idee? Welche Werte und Überzeugungen treiben sie an? Eine klare Vision gibt Orientierung, die persönliche Motivation hingegen ist der Motor, um neue Wege in der Schule einzuschlagen und andere zu inspirieren. Und nur der Ausdruck von Motivation schafft eine authentische Basis – Authentizität, die es braucht, um Schüler*innen, das Kollegium, Eltern und Partner*innen gut abholen und nachhaltig begeistern zu können.
Gemeinsamer Spaß beim Filmdreh: Zu Beginn des Projekts arbeiteten die Schulen an einem Kurzfilm, um ihre persönliche Motivation, ihre Hauptbotschaft sowie einen Schlüsselmoment kreativ einzufangen. Ein Beispiel eines Aha-Effekts hierbei war: „Ich habe gemerkt, dass meine Klasse über sich hinauswächst, wenn sie wirklich selbst gestalten darf.“
Lernbegleitung durch Buddys
Schulentwicklung gelingt am besten, wenn man sich nicht allein auf den Weg macht. Der regelmäßige Austausch mit anderen FREI DAY-Schulen kann dabei sehr wertvoll und inspirierend sein – Stichwort: Inspiration statt Alleingang. Gemeinschaft motiviert, denn zu sehen, wie andere Schulen den FREI DAY gestalten, stärkt die eigene Motivation. All das zielt auf die Stärkung eines Netzwerks hin – weit über das eigentliche FREI DAY-Unterstützungsprogramm hinaus. Deshalb sind von den 52 insgesamt teilnehmenden Schulen immer vier Schulen einer Buddy-Gruppe mit festen Ansprechpersonen zugeordnet.
Buddy-Treffen, digital und präsentisch: Im Rahmen der regelmäßigen digitalen Werkräume treffen sich die Buddy-Gruppen immer wieder. Vertiefend sind die Schulen dazu eingeladen, sich innerhalb der Gruppen im Verlauf eines Schuljahres 3-4 individuelle Austauschräume zu organisieren, um Ergebnisse und Erkenntnisse zu teilen. So ist seit September bereits ein lebendiges Netzwerk entstanden, das den FREI DAY jeder einzelnen Schule nachhaltig stärkt.
Kooperation & Vernetzung
Der FREI DAY möchte nicht nur ein Projekt innerhalb einer Schule sein, er möchte zu einem verbindenden Element zwischen Schule, Gemeinschaft und Gesellschaft werden. Damit dies gelingt, braucht es einen Austausch auf Augenhöhe mit Partner*innen und starke Kooperationen mit dem örtlichen Sportverein, der Kirchengemeinde, der Musikschule oder auch der Feuerwehr.
Welche Kooperationspartner*innen gibt es überhaupt im sozialen Raum und wie können ganz konkrete Kooperationen für einen FREI DAY aussehen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schulen in einem Werkraum in der vergangenen Woche. Die Erkenntnisse waren vielfältig: So pflanzte eine Schule in Kooperation mit einer Baumschule bei ihrem FREI Day-Kickoff 17 Bäume für die 17 Global Goals der Vereinten Nationen. Eine andere lud das benachbarte Seniorenheim ein. Bis heute in Erinnerung: Die Rede der Seniorenheimleitung hat Kollegium, Kinder und Eltern zu Tränen gerührt und erst so richtig zum FREI Day abgeholt. Ein schönes Beispiel dafür, dass ein persönliches Kennenlernen der Partner*innen den entscheidenden Unterschied macht.
Auf in die zweite Runde!
Tipp von FREI DAY-Referent Tobias Feitkenhauer: „Es geht nicht so sehr um große Konzepte, sondern einfach ums Tun.“ Und genau das wollen wir in den kommenden Wochen mit den 24 evangelischen, angehenden FREI DAY-Schulen machen, bevor wir Ende Mai zu einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung zusammenkommen!
