Dieser Satz war häufig zu hören am 5. und 6. März 2026, als 23 Menschen aus Sachsen im Klosterhof St. Afra Meißen erstmals zusammengekommen sind, um gemeinsam eine spannende Reise zu starten: die Weiterbildung zum Inklusionsbeauftragten. Ausgerichtet wird die fünfteilige Qualifizierungsmaßnahme von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens. Bis Juni 2027 kommen Pädagog*innen – Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen, Schulbegleiter*innen – jeweils für zwei Tage zusammen, um gemeinsam zu lernen und daran zu arbeiten, wie inklusive Schulentwicklung aussehen kann, was die Hürden sind und welche Lösungen es geben kann.
Yvonne Lötzsch (Inklusionsbeauftragte Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge) und Holger Schieck (Referent für Schulentwicklung der Schulstiftung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens) begleiten die Teilnehmenden auf ihrer Reise, Türen für Inklusion zu öffnen. Die Bilder von Yvonne Lötzsch ganz unterschiedlicher Türen, Schlösser und Schlüssel begleiteten sie dabei.
Start des ersten Moduls unserer Weiterbildung zum Inklusionsbeauftragten

Wünsche der Teilnehmenden an unsere Ausbildung. Bild: Schulstiftung der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens
Das erste Modul hat die Schulstiftung in Sachsen gemeinsam mit uns ausgerichtet: Dr. Ina Döttinger, pädagogische Geschäftsführerin der ESS EKD, führte ein in die Grundlagen der Inklusion und rechtlichen Rahmenbedingungen: Was genau steht eigentlich in der UN-Behindertenrechtskonvention? Und was behindert Menschen, kleine und große, völlig unabhängig von offiziellen Förderbedarfen? Warum sind gute Schulen meist inklusive Schulen, und was kann ich lernen von Preisträgerschulen, z.B. vom Deutschen Schulpreis und vom Jakob Muth-Preis? Die Teilnehmenden konnten selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, Privilegien oder Nachteile zu haben und wie es begeistert, wenn es endlich gelingt, das richtige Kommunikationsmittel zu finden – und wie frustrierend, wenn das nicht gelingt. Sie konnten auf unterschiedlichste Weise ins Gespräch zu den Themen kommen, die sie als Inklusionsbeauftragte an ihren Schulen beschäftigen und hatten Gelegenheit zu kleinen kollegialen Beratungen.
Das Fazit einer Teilnehmenden: „Zu Beginn war ich motiviert und neugierig – jetzt bin ich motiviert, informiert, neugierig und inspiriert, direkt weiterzumachen!“ Die Veranstaltenden beider Schulstiftungen sind sehr zufrieden: „Was für eine schöne Zusammenarbeit, dieses wichtige Thema gemeinsam so gut zu starten!“
