Zwei Menschen, die nebeneinandersitzen und Hände halten.

Prävention Sexualisierter Gewalt ist eine zentrale Aufgabe an evangelischen Schulen geworden. Unsere neue, digitale Fortbildungsreihe bietet von Januar bis Juni 2027 sechs vertiefende Vorträge und Workshops zu Prävention, Schutzkonzepten und digitaler Peergewalt – praxisnah und interaktiv.

In der Fortbildungsreihe „Prävention Sexualisierter Gewalt – eine Fortbildungsreihe für evangelische Schulen“ erwarten die Teilnehmenden sechs vertiefende Vorträge und Workshops. Diese beleuchten und erörtern wichtige Themen rund um die Präventionsarbeit für Schulleitungen, Lehrkräfte und Mitwirkende an evangelischen Schulen wie etwa:

  • Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen
  • Handlungsmöglichkeiten bei Vermutung und Verdacht sowie durch Schutzkonzepte
  • oder sexualisierte Peergewalt mittels digitaler Medien

Auftakt der Fortbildungsreihe ist der 11. Januar 2027 – wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen!

Präventionsarbeit als „Immer-Aufgabe“ an Schulen

Prävention Sexualisierter Gewalt hat sich in den letzten Jahren als dauerhafte „Immer-Aufgabe“ von evangelischen Schulen etabliert. Unser Fortbildungsangebot soll Schulleitungen, Lehrkräften und Schulmitarbeitenden inhaltliche Vertiefungsmöglichkeiten erschließen und stellt explizit keine Grundlagenfortbildung dar. Diese sind in evangelischen Schulen orts- und trägerabhängig und somit zu vielfältig, um sie auf bundesweiter Ebene abzubilden. Stattdessen soll die Vortragsreihe auf wichtige Themen intensiver eingehen und so einer breiten Zielgruppe die Möglichkeit geben, sich tiefergehender mit relevanten Fragen zu beschäftigen.

Sechs Veranstaltungen – ein Thema: Prävention Sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Eine Person hält die Hand einer anderen Person.

Sensible und wichtige Daueraufgabe evangelischer Schulen: Prävention Sexualisierter Gewalt.

Angeboten werden sechs Vorträge und Workshops: Am 11.01., 17.02., 08.03., 28.04., 24.05. sowie am 07.06.2027 finden sie digital via Zoom statt. Als Referentinnen konnten wir fünf Vertreterinnen aus Praxis, Wissenschaft und Kirche gewinnen. Kerstin Kremer ist Sozialpädagogin (M.A.), zertifizierte Kinderschutzfachkraft und Sexualpädagogin. Zum Thema Sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend arbeitet sie bereits als langjährige Fortbildnerin. Aus der Fachstelle Sexualisierte Gewalt der Landeskirche Hannover wird uns Anuschka Lütje, B.A. Heilpädagogin, als Fachkraft zur Prävention sexualisierter Gewalt unterstützen. Aus der Pädagog*innenpraxis kommen Sabine Lang, Diplompädagogin und Claudia Althaus, M.A. Erwachsenenbildung: Beide arbeiten seit Jahrzehnten in der Ausbildung von Gemeinde- und Erlebnispädagog*innen. Rita Freund-Schindler, Diplom Sozialpädagogin (FH), verantwortet in ihrer Funktion als Pädagogische Referentin der Evangelischen Schulstiftung in Bayern die Meldestelle für evangelische Schulen und Internate in Bayern.

11. Januar 2027: Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Studien zeigen, dass in jeder Schulklasse durchschnittlich ein bis zwei Schüler*innen von Sexualisierter Gewalt betroffen sind. In unserem ersten Vortrag vermittelt Kerstin Kremer grundlegendes Wissen zu Formen, Dynamiken und Täterstrategien. Sie zeigt auf, welche Rolle Schule bei der Wahrnehmung von Signalen, der Unterstützung Betroffener und der Prävention Sexualisierter Gewalt einnehmen kann. Ergänzend werden zentrale Erkenntnisse der ForuM-Studie zu Risikofaktoren und Bedingungen, die sexualisierte Gewalt begünstigen können, vorgestellt.

17. Februar 2027: Umgang mit Vermutung und Verdacht

Die Kenntnis oder auch schon die Vermutung über Sexualisierte Gewalt kann im ersten Moment überfordernd, herausfordernd und mit Unsicherheiten verbunden sein. Schulisch Mitarbeitende erhalten in diesem Workshop – moderiert von Anuschka Lütje – einen Überblick über Verhaltensweisen sowie Maßnahmen, wenn sie mit Sexualisierter Gewalt in ihrem beruflichen Kontext konfrontiert werden.

8. März 2027: Prävention – out of the box – für Fachschulen und Berufsschulen

Studierende sind während der Ausbildung an Berufsbildenden Schulen (vor allem im Bereich von Sozialpädagogik und Pflege) in einer Doppelrolle. In unserem Workshop mit dem Referentinnenduo Sabine Lang und Claudia Althaus geht es genau um diesen doppelten Anspruch. Studierende sind Auszubildende, die einen Anspruch auf Schutz und Anleitung haben. Gleichzeitig sind sie in der Praxis fachlich Mitarbeitende, die schützen und anleiten sollen. Wir erproben den Perspektivwechsel und geben die Möglichkeit, Orientierungen für die Arbeit in Schule und Berufspraxis zu erarbeiten.

28. April 2027: Basis-Einführung Schutzkonzepte

Ein Schutzkonzept stellt das gesamte Regelwerk einer Schule dar, in dem zusammengefasst wird, wie die Ziele zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Sexueller Gewalt bestmöglich erreicht werden sollen. Es beinhaltet die Interventionsschritte bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt und die Möglichkeiten zur Nachsorge und Aufarbeitung. Es beschreibt auch Haltung und Kultur der Schule. Bestandteile und Prozesse, die für die Wirksamkeit von einrichtungsspezifischen Schutzkonzepten wesentlich sind, bespricht Referentin Rita Freund-Schindler in diesem Fortbildungsmodul mit den Teilnehmenden.

24. Mai 2027: Kinderschutz nachhaltig in Schule verankern (Fortbildung für Schulleitungen)

Wie schaffen wir es, Kinderschutz und Prävention Sexualisierter Gewalt nicht nur konzeptionell festzuschreiben, sondern im Schulalltag lebendig werden zu lassen? Wir wollen Erfahrungen teilen und gemeinsam diskutieren, wie Schulleitungen durch Personalführung, Onboarding, Intervention und die Gewinnung und Einbindung von Lehrkräften eine nachhaltige Präventionskultur gestalten können. Kurze fachliche Impulse geben Anregungen – im Mittelpunkt steht der kollegiale Austausch.

07. Juni 2027: Sexualisierte Peergewalt mittels digitaler Medien

Digitale Medien prägen die Lebenswelt von Schüler*innen und sind zugleich ein Raum, in dem sexualisierte Grenzverletzungen und Peergewalt stattfinden können. Im letzten Termin unserer Reihe vermittelt Kerstin Kremer einen grundlegenden Einblick in Formen und Dynamiken und zeigt auf, wie Erwachsene diese erkennen und betroffene Schüler*innen unterstützen können. Ergänzend stellt die Referentin Materialien vor, die sich für die Thematisierung im Unterricht oder in Projekten eignen.

Tipps für ein gutes digitales Miteinander

Unsere Fortbildungsreihe findet digital, live und interaktiv über Zoom statt. Für Austausch, Fragen und gemeinsames Arbeiten ist die aktive Teilnahme mit eingeschalteter Kamera und Klarnamen vorgesehen. Bitte sorgen Sie für einen ruhigen, störungsfreien Platz und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Zum Schutz der Privatsphäre sollten Personen – insbesondere Kinder –, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen, nicht im Bild zu sehen sein.

Wir empfehlen folgende technische Voraussetzungen:

  • PC oder Laptop (Tablet/Smartphone unterstützen nicht alle Funktionen)
  • stabile Internetverbindung, möglichst per LAN
  • Webcam und Mikrofon, idealerweise ein Headset
  • Die Teilnahme über die Zoom-App wird empfohlen

Anmeldung und Ablauf: So sind Sie dabei

Die Fortbildungen finden am 11.01., 17.02., 08.03., 28.04., 24.05. sowie am 07.06.2027 statt, folgender Ablauf ist vorgesehen:

  • 15 Minuten vor Beginn Einwahl & Ankommen: Einwahl in den Zoom-Raum
  • 2,5-3,5-stündiger Vortrag/Workshop der einzelnen Referentinnen
  • 15 Minuten vor Ende Feedback & Verabschiedung: Fragen & Antworten zwischen Referentinnen und Teilnehmenden

Alle sechs Vorträge finden digital via Zoom statt, veranstaltet durch die Evangelische Schulstiftung in der EKD. Wir empfehlen neben den selbstgewählten inhaltlichen Schwerpunkten die Teilnahme am ersten Termin, da dieser eine Einführung in die Thematik gibt. Einige Termine haben eine begrenzte Teilnehmendenzahl. Interessent*innen können sich bis 7 Tage vor dem jeweiligen Vortrag online für einzelne oder alle Termine anmelden. Die Einwahl-Links für die Zoom-Räume versenden wir bis zu drei Tage vor dem jeweiligen Termin an die angemeldeten Teilnehmenden. Für Rückfragen steht Ihnen die Projektleitung Janne Neumann gern zur Verfügung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir freuen uns auf eine interessante Fortbildung mit Ihnen!

 

www.kerstin-kremer.de

hinschauen – helfen – handeln

Home – Evangelische Schulstiftung in Bayern

Prävention – Landeskirche Hannovers

Ihre Spende zählt!

Evangelische Schulen sind bunt und vielfältig: Wir begleiten sie mit innovativen Projekten.

Helfen Sie uns dabei und unterstützen Sie das evangelische Schulwesen.