Vor einem historischen Gebäude aus Stein und Holz heben die Menschen in einem Halbkreis die Hände.

Rückblick auf ein erfolgreiches Projekt: Vier Projektjahrgänge …, an 22 evangelischen Schulen …, in zehn Bundesländern …, von 16 Trägerinstitutionen und aus 12 Landeskirchen … So viele evangelische Schulen haben wir seit dem Schuljahr 2022/23 mit den „Gottesdienstlots*innen“ erreicht.

Und das Thema „Evangelisches Profil“ damit nachhaltig und bundesweit verankern können. Denn in Schulgottesdiensten zeigt sich das evangelische Profil einer Schule sehr klar.

Großes Interesse von Anfang an

Junge blonde Frau im schwarzen Top lächelt drinnen; unscharfes Porträt im Hintergrund.

Schulgottesdienste werden durch das Projekt inklusiver, partizipativer und vor allem eins: bunter!

Der Startschuss für unser Projekt fiel mit Beginn des Schuljahres 2022/23. Ursprünglich hatten wir als Zielgruppe jeweils 3-4 Schüler*innen ab Klasse 8 von insgesamt vier evangelischen Schulen im Bundesgebiet geplant. Wir stießen mit den „Gottesdienstlots*innen auf große Nachfrage – sowohl bei den Schulen als auch innerhalb der jeweiligen Schülerschaft. So nahmen im ersten Jahr gleich fünf evangelische Schulen aus fünf Landeskirchen mit Projektgruppen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 teil, insgesamt knapp 40 Schüler*innen.

Richtig gute Gottesdienstgestalter*innen!

Menschen sitzen im Halbkreis und hören einem Redner in einer modernen Ruine unter freiem Himmel zu.

Die „Gottesdienstlots*innen“ sind so erfolgreich, weil Schüler*innen in dem mitwirken, was sie unbedingt angeht. Und so ihre Schule mitgestalten.

Unser Anliegen: Schüler*innen zu engagierten, individuellen und richtig guten Gottesdienstgestalter*innen auszubilden. Dabei lag der Fokus stets auf Fragestellungen wie: Was ist eigentlich meine Haltung zu Gottesdiensten? Was kann und möchte ich zu einer Andacht beitragen? Wir wollten Jugendlichen zeigen, dass Schulgottesdienste so viel mehr sind als der „klassische“ Sonntagmorgengottesdienst.

„Gottesdienste und Andachten sind ein riesiges Potenzial für evangelische Schulen. Sie schaffen Gemeinschaft, Ruheorte und Besinnlichkeit. Dabei waren sie bisher für Schüler*innen leider vor allem eines: langweilig und altbacken. Das haben wir mit unserem Projekt grundlegend geändert“, so Janne Neumann, Projektleitung der ESS EKD.

Ein Erfolgsstory über vier Jahre

Weißes Kreuz mit brennenden Kerzen auf blauem Grund; deutscher Text wirbt für den evangelischen Gottesdienst.

22 evangelische Schulen aus 12 Landeskirchen konnte wir über vier Jahre hinweg für das Projekt begeistern.

Und wie wir das geändert haben! Aus fünf teilnehmenden Schulen im ersten Jahr wurden im Schuljahr 2023/24 bereits zehn. Von Burscheid bis Görlitz, von Nordhorn bis Stephanskirchen: Evangelische Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet lernten bei den „Gottesdienstlots*innen“, ihre eigene Rolle in Bezug auf Schulandachten zu finden. Dass wir Jugendliche unterstützen, diese Rolle nicht nur zu finden, sondern sich selbst als Multiplikator*innen in der eigenen Schule zu verstehen, zeigten die Nachfragen für den dritten Jahrgang der jungen Lots*innen. 2024/25 öffneten wir die Klassenstufen für die Jahrgänge 7 bis 10 – insgesamt 50 Jugendliche ließen sich von uns ausbilden. Seinen Abschluss fand das Projekt schließlich im vergangenen Schuljahr 2025/26. In diesem vierten Jahrgang konnten wir sieben evangelische Schulen aus fünf Landeskirchen begrüßen. Auch hier war die Vielfalt unter den Schulen wieder groß und reichte von der kleinen Dorfschule bis zum überregionalen Stadtgymnasium. Manche Schulen – wie die Aktive Projektschule Stephanskirchen – waren sogar zweimal mit dabei…

Starker Partner über fast die gesamte Projektlaufzeit war das Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur (ZfGP), dass uns für praktische Workshops und bunte Projekte zur Seite stand.

Ein Projekt – unzählige nachhaltige Ergebnisse mit großer Strahlkraft

Drei junge Frauen stehen nebeneinander in einem Gebäude, halten sich an den Händen und blicken nach vorn. In ihrer legeren Kleidung wirken sie vor dem Hintergrund grauer Steinmauern vereint und selbstbewusst.

Gemeinsamer Erfolg durch Austausch: Die vernetzende Ausrichtung des Projekts führte dazu, dass Schulen Ideen und Konzepte übernommen und angepasst haben.

Vier Jahre „Gottesdienstlots*innen“ wirkten nicht nur in 10 Bundesländer hinein – jeder Jahrgang setzte ganz eigene Schwerpunkte. So ging im Herbst 2023 eine ganz neue Online-Lernplattform zur interaktiven Gestaltung von Gottesdiensten an den Start. Das kostenlose und interaktive Tool für Schüler*innen der Klassen 7-10 umfasst knapp 20 Bausteine, um selbst Gottesdienste und Andachten zu gestalten. Das Besondere dabei: Alle Inhalte wurden unter Mitarbeit der damaligen „Gottesdienstlots*innen“ entwickelt.

Film ab für Gottesdienste mit Herz“ hieß es zum Beispiel im Schuljahr 2024/25. Entstanden ist ein Film, der zeigt, wie Schüler*innen unseres Projekts ihre Schulgottesdienste mit Leben füllen – kreativ, persönlich und nah am Leben.

Anleitung und Hilfestellung – auch für die Zeit danach

Handschriftliche deutsche Liste der schulischen Leistungen auf weißem Papier.

Unsere digitale Lernplattform und eine Online-Publikation geben konkrete Tipps und Hilfestellungen rund um das Thema Schulgottesdienste.

Mit Ende des Schuljahres 2025/26 verabschiedeten wir nicht nur den vierten Jahrgang an jungen Andachtsgestalter*innen, sondern ein ganzes Projekt. Mit dessen Hilfe konnten wir an mindestens 22 evangelischen Schulen bundesweit Schulgottesdienste nachhaltig weiterentwickeln. Zum Beispiel durch eine bessere Ausrichtungen an die jeweilige Zielgruppe durch eine größere Beteiligung von Schüler*innen in der Vorbereitung und Durchführung.

Doch auch nach den „Gottesdienstlots*innen“ stehen wir evangelischen Schulen mit Hilfestellungen rund um das Thema zur Seite. Persönlich können sich Schulen an unsere Projektleitung Janne Neumann wenden, digital gibt es verschiedene Möglichkeiten. So gibt neben der digitalen Lernplattform unsere Online-Publikation „Gottesdienstlots*innen – ein Materialhandbuch“ konkrete Tipps. Die Publikation richtet sich als Materialhandbuch an Lehrkräfte der Klassen 7-10, ihre Schüler*innen Schritt für Schritt darin auszubilden, selbstständig Gottesdienste und Andachten zu gestalten. Das Buch bündelt in knapp 50 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten die Ergebnisse unseres Projekts.

 

ZfGP – Zentrum für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur

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