Wenn aus Ideen konkrete Orte werden: Dank unseres Förderprogramms „Umbau inklusive“ ist an der Evangelischen Werkschule Naundorf aus einem Mehrzweck- ein Auszeitraum entstanden. Er bietet Rückzug und Möglichkeiten der Selbstregulation – für eine inklusivere Schulgemeinschaft.
Eine Förderung, die entlastet

Entlastung: Ein Bedarf, der in den letzten Jahren mit stetig steigenden Belastungssituationen im Schulalltag immer wichtiger geworden ist.
Entlastung bieten, wo Belastung steigt – für Schüler*innen, genauso wie für Mitarbeitende an evangelischen Schulen. Ein Bedarf, der in den letzten Jahren mit stetig steigenden Belastungssituationen im Schulalltag immer wichtiger geworden ist. Die Evangelische Werkschule Naundorf konnte dieses Anliegen nun dank unseres Förderprogramms „Umbau inklusive“ umsetzen. Aus dem bisherigen Mehrzweckraum der Schule ist ein gut ausgestatteter Auszeitraum nicht nur für Schüler*innen mit emotional-sozialem sonderpädagogischem Förderbedarf entstanden. Mit dem Programm fördern wir besonders dringliche, aber auch innovative Vorhaben zum Abbau von Barrieren an Schulen in evangelischer Trägerschaft mit bis zu 14.500 Euro je Antrag.
Durch die Ideen dahinter werden Räume zu echten Orten
Die Evangelische Werkschule Naundorf sagt über sich selbst, dass das „Hauptfach Mensch“ und die gelebte inklusive Pädagogik sie besonders machen. Diese Schule ist mehr als ein Lernort – sie ist ein Raum der Zugehörigkeit, der Entwicklung und des Miteinanders. Da verwundert es nicht, dass sich ein Team aus Mitarbeitenden Gedanken gemacht hat, auf welche konkreten Bedarfe mit unserer Förderung Rücksicht genommen werden soll.
„Ohne Menschen, die sich Gedanken zu den Erfordernissen und Lösungsideen machen, bleiben Raumlösungen einfach nur Hüllen. Erst durch die Ideen dahinter werden sie zu echten Orten, die anderen etwas geben können“, so Tobias Jarzombek-Guth, Projektleitung „Umbau inklusive“.
Rückzug ermöglichen, Teilhabe stärken

Motorische Entlastung durch körperliche Aktivität: Daniel* und Alex* genießen es, ihre überschüssige Energie ableiten zu können.
Genau so ein „echter Ort“ ist der Auszeitraum in Naundorf geworden: Die durchdachten Einrichtungselemente begegnen den vielfältigen Bedarfen der Schüler*innen niederschwellig. Ohne sie vom schulischen Alltag auszuschließen, bieten sie geschützte Rückzugsmöglichkeiten, Reizreduktion, Entlastung und pädagogisch begleitete Selbstregulation. So spenden die neuen Schallschutzsessel eine akustische und visuell abgeschirmte Rückzugsmöglichkeit für Schüler*innen mit erhöhter Reizempfindlichkeit. Sie ermöglichen Rückzug, ohne den Raum verlassen zu müssen und helfen so, die vielfältigen und oft überfordernden Eindrücke zu regulieren. In die eigene Selbstregulation finden Schüler*innen in der neu entstandenen Entspannungs-Ecke mit Matten, Musikbox und Sternhimmel-Projektor – perfekt bei Stress, innerer Unruhe oder auch Angstzuständen. Hingegen bieten Trampolin und Boxsack motorische Entlastung durch körperliche Aktivität. Sie sind besonders wirksam bei Schüler*innen, die ihre überschüssige Energie gezielt ableiten wollen.
Ein Raum als Gewinn für die ganze Schulgemeinschaft
Der neue Auszeitraum leistet in Naundorf einen wichtigen Beitrag zur inklusiven Schulentwicklung, da durch ihn die Schulstruktur an die Vielfalt der Schüler*innen angepasst wird. Er macht die Schule sensibler für individuelle Belastungsgrenzen und fördert eine Kultur der Achtsamkeit und Akzeptanz.
*Name von der Redaktion geändert
