Vor einem historischen Gebäude aus Stein und Holz heben die Menschen in einem Halbkreis die Hände.

Schüler*innen gestalten Gottesdienste für ihre Schule – bunt, mit ihren eigenen Ideen und von Schüler*innen für Schüler*innen. In drei intensiven Ausbildungsblöcken arbeiteten Jugendliche aus evangelischen Schulen deutschlandweit daran, Andachten inklusiver und lebendiger zu machen.

Mit vielen kreativen Ideen starteten wir im Oktober letzten Jahres den vierten Jahrgang unserer „Gottesdienstlots*innen“. Acht evangelische Schulen aus fünf Bundesländern lassen dabei ihre Schüler*innen Gottesdienste und Andachten neugestalten.

Drei Ausbildungsblöcke – ein Ziel

Nach der digitalen Startphase des Projekts kamen wir mit den acht evangelischen Schulen nacheinander in drei präsentischen Ausbildungsblöcken zusammen. Jeweils drei Tage lag der Fokus ganz auf dem gemeinsamen Lernen. Wie gestalte ich richtig gute Schulgottesdienste? Wie gewinne ich Sicherheit, wenn ich vor meiner Schulgemeinschaft stehe? Fragen, denen wir uns als starke Gemeinschaft gestellt haben. Von der Örtlichkeit her immer regionalisiert und nah dran am Geschehen, jedoch außerhalb des jeweiligen Einzugsgebiets der Schulen. Damit die drei Tage für alle Teilnehmenden ein Erlebnis waren.

Mut vor der Schulgemeinschaft: Wie Kraftworte Sicherheit geben

Rote Holzschaukel bei Nacht mit bunten Karten, die an einer Schnur befestigt sind; dahinter Stadtbeleuchtung und Haus.

Unsere „Hoffnungsleine“: Die Jugendlichen gestalteten eine lange Leine mit all den Dingen, die ihnen Hoffnung machen.

Im Januar trafen wir uns mit 12 Schüler*innen der Klassen 7 bis 10 des Laurentius Gymnasiums, der Gesamtschule Neuendettelsau und der Evangelischen Oberschule Lunzenau in Ingolstadt. Inhaltlich lag der Fokus der Gruppe auf Fragen nach: Wie plane und gestalte ich einen Gottesdienst für meine Schulgemeinschaft? Wie kann ich passende Musik auswählen und was mache ich, wenn ich mir in meiner Rolle als Gottesdienstgestaltende*r unsicher bin?

Dazu Janne Neumann, Projektleitung „Gottesdienstlots*innen“: “Schulgottesdienste werden durch unser Projekt inklusiver, partizipativer und vor allem eins: bunter. Weil Schüler*innen in dem mitwirken, was sie unbedingt angeht – und so ihre Schule mitgestalten. Wichtig, dass sie sich dabei wohlfühlen. Mein Tipp: Kraftworte, die die Schüler*innen als Mantra nehmen können, um sich selbst Mut zuzusprechen. Das sind Psalme wie zum Beispiel „Der Herr ist mein Hirte“, die sie sich in Gedanken sagen können, wenn sie vor ihrer Gottesdienstgemeinde einmal der Mut verlässt.“

Schüler*innen planen ihren Ostergottesdienst

Eine Wand zeigt farbige Zettel, die nach Wochentagen und Ereignissen unter "Die Passionsgeschichte" beschriftet sind.

Von Gethsemane bis Golgatha – so ein Ostergottesdienst will gut geplant sein.

Der zweite Ausbildungsblock fand Anfang März mit 16 Schüler*innen der Evangelischen Michaelschule Rostock und der Evangelischen Schule Frankfurt (Oder) statt. Beide Schulen nutzten das Treffen in Rostock, um jeweils einen Schulgottesdienst zu Ostern vorzubereiten. Gethsemane, der Verrat, der Prozess und Golgatha: Anhand der vier Hauptstationen der Passionsgeschichte erarbeiteten die Schüler*innen sich ihre persönliche Gottesdienstplanung. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse Anfang April in den Schulen!

Raum für Gebete: Ein Prayerspace entsteht

Jugendliche und Erwachsene posieren auf den Steinstufen vor einem historischen Backsteingebäude mit Rundbogenfenstern.

Probierten verschiedene Prayerspaces für ihre Schulen in der Praxis aus: Schüler*innen dreier evangelischer Schulen in Eisenach.

Seit einigen Monaten schon kooperieren wir mit dem Projekt „Prayerspaces in Schulen“. Unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Herkunft oder ihrem Lerntempo unterstützt das Projekt Kinder und Jugendliche beim Reflektieren und Beten. Wir sind begeistert von den Möglichkeiten für evangelische Schulen und konnten nun erstmalig einen Prayerspace in einem unsere Projekte ausprobieren. Glauben und Spiritualität auf eine offene, kreative und sichere Weise entdecken: In Eisenach erarbeiteten wir daher mit 19 Schüler*innen einen Prayerspace für ihre Schulen. Mit von der Partie waren die Aktive Projektschule Stephanskirchen, die Evangelische Werkschule Naundorf und das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg.

 

https://prayerspaces.de/

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