Aussenansicht des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn.

Evangelisches Gymnasium Nordhorn gewinnt Deutschen Schulpreis

Das Evangelische Gymnasium Nordhorn (EGN) hat den Deutschen Schulpreis gewonnen und setzte sich somit erfolgreich gegen 366 weitere Bewerber*innen durch. Die Evangelische Schulstiftung in der EKD (ESS EKD) freut sich über die Auszeichnung einer so engagierten und proaktiv arbeitenden evangelischen Schule. „In der jüngsten Vergangenheit haben wir mit dem Actionbound-Kalender ein gemeinsames Projekt mit dem EGN gefördert und umgesetzt, das die Kreativität und den Zeitgeist dieser Schule widerspiegelt“, so Tobias Jarzombek-Guth, Pädagogische Leitung der ESS EKD. Die Leiterin der Bildungsabteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Birgit Sendler-Koschel, hebt die Bedeutung dieser Auszeichnung für eine Schule in evangelischer Trägerschaft hervor: „Schüler*innen lernen Haltung und Mut durch Engagement und Vernetzung im Sozialraum. Hier hat das Evangelische Gymnasium Nordhorn auch in der Pandemie Vorbildliches geleistet und Schüler*innen ermöglicht, selber zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beizutragen. […]“

Gute Schule durch (digitale) Vernetzung

Ruheraum des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn.„Ganz egal, wie es heute ausgeht: bei 366 Bewerbungen um den deutschen Schulpreis gehört das Evangelische Gymnasium Nordhorn zu den 18 besten Schulen Deutschlands. Darauf können wir sehr stolz sein!“, schreibt das EGN am Montag, 10. Mai auf Instagram. Doch die Freude wird noch größer, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wenige Stunden später den Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial verleiht – und die Schule von Leiterin Dr. Gabriele Obst als Preisträger auszeichnet.

Insgesamt sieben Schulen wurden in diesem Jahr mit einem Hauptpreis gewürdigt. Das Evangelische Gymnasium Nordhorn überzeugte im Themenbereich „Tragfähige Netzwerke knüpfen“ mit dem innovativen Konzept „Digitalisierung fördert Vernetzung“. Die Pandemie wurde von der evangelischen Schule proaktiv genutzt: Zahlreiche neue Unterrichts- und Freizeitangebote wurden in kurzer Zeit entwickelt und über eine Lernplattform zur Verfügung gestellt. So stärken zum Beispiel wöchentliche Andachten und ein schulweiter Gottesdienst den sozialen und spirituellen Austausch und Zusammenhalt. Das sozial-diakonische Praktikum wurde kurzerhand als Dienst für die Gemeinschaft ausgelegt und kann unter anderem als Einkaufshelfer*in in der Nachbarschaft absolviert werden. Aber auch über den Sozialraum hinaus nutzt das Evangelische Gymnasium die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. So wurden in den vergangenen Monaten Partnerschaften zu Schulen im In- und Ausland sowie Kooperationen mit Universitäten, Kirchen und Diakonien über das Netzwerk MINT-EC digital vertieft und gestaltet.

Das Projekt Actionbound

Das Projekt Actionbound der Evangelischen Schulstiftung in der EKD.So auch das Projekt Actionbound, das von der ESS EKD gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Berlin gefördert wurde. Kreativität trotz(t) Lockdown: 20 Studierende im 2. Semester Evangelische Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Berlin und Schüler*innen des EGN haben den Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 äußerst kreativ genutzt. Online haben sie zu religiösen Symbolen Bilder gestaltet und Texte verfasst. Das Endergebnis dieser überaus spannenden und zeitgemäßen Zusammenarbeit ist ein Jahreskalender für 2021. Damit der Kalender einen interaktiven Touch bekommt, haben die Schüler*innen und Studierenden jedem Monat einen “Bound” mit auf den Weg gegeben. Der Nutzer erfährt mit digital geführten Rallyes viel zum Nachdenken und Ausprobieren über die einzelnen Symbole.

Der Deutsche Schulpreis

Die Schule in Trägerschaft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers sowie die weiteren Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 10.000 Euro. Darüber hinaus werden sie in das Preisträgernetzwerk des Deutschen Schulpreises aufgenommen.

Der Deutsche Schulpreis ist ein jährlicher Wettbewerb der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung in Zusammenarbeit mit der ARD und der ZEIT Verlagsgruppe. Unter dem Titel „Deutscher Schulpreis 20|21 Spezial“ wurden in diesem Jahr statt des üblichen Hauptpreises sowie weiterer Sonderauszeichnungen sieben Hauptpreise verliehen. Die prämierten Schulen weisen in verschiedenen Themenfeldern exzellente Konzepte im Umgang mit der COVID-19-Pandemie vor.